Strompreisentwicklung in Deutschland

Im letzten Jahrzehnt haben die staatlichen Stellen vermehrt Einfluss auf den Strommarkt und die Strompreisentwicklung des Landes genommen. Dies gilt besonders, seit es den freien Wettbewerb der Stromanbieter in Deutschland gibt. Auch das Thema Klimaschutz ist immer mehr in den Vordergrund getreten und bedingt, dass der Staat die Stromherstellung aus erneuerbaren Energiequellen fördert. Da hier eine hohe Kostenintensivität im Vordergrund steht, wird die Stromerzeugung zwar durch unterschiedliche staatliche Umlagen gefördert, die Kosten dafür jedoch auch mit dem Strompreis auf die Verbraucher umgelegt. Die kleineren Anbieter, die aufgrund des freien Wettbewerbs jetzt Strom an den Endkunden vertreiben dürfen sind aber für ihre Lieferungen auf die Stromnetze der vier großen deutschen Stromkonzerne angewiesen, die noch immer 80 % des in Deutschland genutzten Stromes vertreiben und denen das deutsche Hochspannungsnetz gehört. Die von den anderen Anbietern genutzten Entgeltgebühren werden von den Netzbetreibern eigenständig festgelegt, wenn sie auch durch den Staat kontrolliert werden. So belebt sich der Wettbewerb auf dem Strommarkt nur langsam und es gibt bisher nur wenige Verbraucher, die einen Wechsel vollzogen haben.




Hier wirbt die Stromwirtschaft mit besonderen Tarifen und Aktionen um Kundschaft. Würden deutsche Stromkunden regelmäßig den Anbieter wechseln, würde das auf die Strompreisentwicklung einen guten Einfluss haben, da die großen Anbieter die eigene Preisspirale im Blick haben müssten. Auch die gestiegene Mehrwertsteuer von 16 auf 19 % und die Einführung der Ökosteuer im Jahr 1999 haben den Strompreis in die Höhe getrieben. Nur Industriebetriebe werden hier bevorzugt, da sie entweder gar keine oder eine geringere Ökosteuer bezahlen.

Das Gesetz für erneuerbare Energie (EEG aus dem Jahr 2000) hat wie oben erwähnt den Endkundenpreis erhöht. Hier ist aber geplant, die Beteiligung der Verbraucher im Jahr 2010 zu verringern. Es bleibt zu hoffen, dass Photovoltaikanlagen und Geothermische Stromerzeugung in den kommenden Jahren auch ihren Teil an der Stromerzeugung erhalten werden.

Der stetig gestiegene Rohölpreis auf dem Weltmarkt hat den nationalen Strompreis in den vergangenen Jahren ebenfalls negativ beeinflusst. Auch der weltweite Emissionshandel hat an der regelmäßigen Erhöhung nicht unerheblichen Anteil. Somit sind Strompreiserhöhungen nicht nur von nationalen Einflüssen abhängig.

Zu Beginn des Jahres 2010 werden die Strompreise noch einmal um mindestens 5 % ansteigen, so haben es die 40 Stromanbieter des Landes bereits angekündigt. Wenn der Verbraucher nicht noch tiefer in die Tasche greifen will, sollte er jetzt über einen Wechsel des Anbieters nachdenken.

Bill Gates will Mini-Kernkraftwerke entwickeln

24 März 2010 von admin Keine Kommentare »

Bill Gates, Gründer von Microsoft und damit einer der reichsten Privatpersonen der Welt, plant eine regelrechte Revolution in der Stromerzeugungsindustrie. So unterstützt er derzeit ein Team von Wissenschaftlern, das sich einem Projekt zur Entwicklung von Minikernkraftwerken gewidmet hat. Diese Kraftwerke werden auch als Traveling Wave Reactor bezeichnet, was im Deutschen etwa mit Laufwellenreaktor wiedergegeben werden kann.
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