Dass die ganze Welt auf lange Sicht hin sogenannten Ökostrom wird nutzen müssen – dass steht außer Frage. Sämtliche konventionelle Energiereserven der Erde werden in absehbarer Zeit erschöpft sein. Deshalb machen sich – zum Glück – Politiker endlich Gedanken, wie man den Ökostrom effektiv nutzen kann.
Verhandlungen ergaben, dass Deutschland zusammen mit den EU-Staaten Großbritannien, Frankreich, Belgien, Dänemark, die Niederlande, Irland, Luxemburg und Norwegen ein Ökostromnetz aufbauen wird, welchem eine 30 Milliarden Euro Investition zu Grunde liegt.
Dieses Projekt soll eine bisherige Schwachstelle von Ökostrom ausgleichen: er war oft nicht ständig verfügbar. Schwankungen in den Energielieferungen durch Sonne, Wind- und Wasserkraft waren deutlich zu spüren.
Die EU-Nordsee-Anrainer möchten ihre Bemühungen um “sauberen Strom” zusammenschließen und so ein Netzwerk schaffen, welches Hightech Standards entspricht. Vor allen Dingen die Windkraftanlagen sollen zusammen geschlossen werden und so ein gemeinsames Stromnetz ergeben, welches dann weite Teile von Europa versorgen könnte. Die Milliarden-Investition ist mit Blick auf die Zukunft also durchaus sinnvoll.
Die ersten Arbeitsgruppen haben bereits ihre Konferenzen begonnen – im ersten Quartal 2010 sollen dann erste Ergebnisse vorliegen, welche der Öffentlichkeit präsentiert werden. In Deutschland wird Wirtschaftsminister Brüderle die Maßnahmen koordinieren.
Es scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein, bis sich die Windparks der Nordsee zusammen schließen und über ein Hochspannungs-Netz unter Wasser miteinander verbunden werden – ein großer Schritt hin zur effektiven Nutzung neuer Energiequellen.