Der Mischkonzern Evonik aus Essen setzt auf eine neue Innovation. Er will Großbatterien produzieren, die den Strom aus den erneuerbaren Energien Sonne und Wind speichern. Damit würde das größte Problem solcher erneuerbaren Energien wegfallen, da die Kunden so konstant mit Strom beliefert und die Schwankungen im Stromnetz beseitigt werden könnten. Die Speicherkapazität der riesigen Batterie soll sich auf 700 Kilowattstunden und die Leistung auf ein Megawatt belaufen. Derzeit wird viel in die Forschung von großen Speicherbatterien investiert, da es sich noch um einen neuen Markt mit der Möglichkeit von Milliarden-Geschäften handelt.
In einem Kernkraftwerk im saarländischen Völklingen werden nun die ersten Schritte zur Herstellung der größten Lithium-Keramik-Batterie der Welt unternommen. Bei einer optimalen Ent- und Beladung des Speichers alle 15 Minuten, könnten so 4000 Haushalte jedes Jahr versorgt werden. Das Unternehmen hat bereits erste Erfahrungen im Bau von Batterien. Zusammen mit der Daimler AG wurden Batterien für Elektroautos entwickelt, die laut Evonik ca. 50 mal kleiner als die geplante Großbatterie sind.
Sollte dieser Speicher marktreif werden, kann die Schließung der Kernkraftwerke schon bald erfolgen. Der dadurch entstandene neue Geschäftszweig würde viele Unternehmen und Investoren anlocken, die ebenfalls von dieser Marktneuheit profitieren möchten. Auch eine endgültige Schließung der Kohlekraftwerke könnte dann in absehbarer Zeit beschlossen werden.